Liebe/r Narrenfreund/in,
falls Du Dich auf den Bildern entdeckst, aber nicht abgebildet werden möchtest, melde Dich bitte bei uns, wir werden das Foto umgehend entfernen.
Arlen. Katzen. Überall Katzen. An den Fenstern, auf den Tischen, an Gewändern und sogar im Gesicht. Hunderte von Katzen. Aber dies ist eigentlich klar; denn diese Deko wächst seit Jahrzehnten beim traditionellem Dorfabend des Narrenverein Katzdorf Arlen.
Die „Meister im Jubiläum-Feier-Vergessen“, wie ihr Zunftmeister Uli Kaltenbrunner sie benennt, wissen auch nicht so genau, wie lange schon die Katzen auf der Bühne tanzen. Kaltenbrunner korrigiert auch umgehend seine Aussage dahi gehend, dass sie nicht vergessen, „sondern nur später feiern“.
So erinnert er daran, dass die Arlener Oberholzer 2025 ihr 50-Jähriges hatten und betont, dass sie im Gegensatz zu ihrer Nachbar-Doppel-Gemeinde Rielasingen-Worblingen ihre 50-Jahr-Feier nicht absagen mussten. Solche und ähnliche Aussagen sammelte der Kommissar Susanne Graf mit seiner Assistentin Pia Riemer noch den ganzen Abend am Tatort im Ristorante Gems. Während er bei jedem Auftritt in den Akteuren auf der Bühne Täter vermutete und in den gut 160 Gästen zwischen drei und dreiundneunzig Jahren potenzielle Opfer vermutete, versuchte Polizistin Riemer zu beschwichtigen.
Dies hielt Kommissar Graf nicht ab inkognito unter den bunt Kostümierten zu ermitteln. Diese erfreuten sich derweil an den zehn Arlen Singers, die sowohl mit dem Eröffnungs-, als auch mit dem Schlusslied die Stimmung im Saal gekonnt aufheizten. Was fürs Gemüt war, dann der farbenfrohe Auftritt der vereinseigene Kindergruppe. Janne Riemer ließ es sich trotz seines eigenen Festtages (er wurde 18), nicht nehmen diese mitanzuführen und bei zwei weiteren Darbietungen auf der Bühne zu stehen. Und da er schon seit fünfzehn Jahren aktiv ist, wurde er auch vom Zunftmeister besonders geehrt.
Siegerpokale überreicht bekamen nach dem TV-Serien-Raten der Katzengruppe alle drei Tischreihen im Saal. Dass Noah doch nicht alle Tierarten retten konnte, zeigte ein Szenenstück, bei dem ein Rielasinger und ein Worblinger sich nicht von ihrer Vorbereitungsarbeit zur Jubiläumsfeier trennen wollten. Sich trennen musste sich dagegen ein Virus von seiner Stammaufgabe Corona zu verbreiten. Er versuchte sich dann auch mal als Computervirus, bis er als Influenza-Virus Maya Aguilar Bruch und Jonathan Matt infizierte. Diese Influencer demonstrierten auf der Bühne das neumodische „unboxing“.
Dabei enthielten die Schachteln des Rielasinger Jonathan im Gegensatz zu der von der Arlener Maya mehr Enttäuschungen. So enthielt eine nur ein Mönchsgewand zur Verkleidung, da die wahren „Buure und Mägde“ nur in Arlen zu finden seien. Den Tod nicht gefunden haben nach dem „großen Backen“ die Ehemänner der angehenden schwarzen Witwen dann doch nicht, da die drei Meisterbäckerinnen rechtzeitig Gewissensbisse bekamen. Dafür bekamen dann in der folgenden Pause alle Männer im Saal Kostproben ihrer Arsenkuchen und Tollkirschtorten überreicht.
Nach der Pause stellten alle Gruppierungen der Katzenzunft mit dem vielstrophigen Fasnet-Lied den neuen Gassenhauer von Arlen vor. Mehr Bewegungsabläufe als Strophen hatten hinterher die zwei hervorragend synchron getanzten Shows der Crazy-Ladies aus Worblingen. Wohl animiert von den vorherigen Backkünste überlegten auch die Plaudertaschen Sanja Kaltenbrunner und Monika de Sombre das Problem Ehemann zu lösen.
Da aber keine der witzigen Einfälle umgesetzt wurden, musste der Kommissar weiterhin auf sein erstes wahres Opfer warten. Auf Hilfe vom Telefonanbieter warteten die nächsten Darsteller auf der Bühne ebenso vergebens, wie auf effizienten Umgang der Chatfunktion in der Familien- oder Elterngruppe. Nicht vergebens warteten die Messdiener von Arlen auf eine positive Erwähnung von Lena Kuppel in der Bütt und die Gäste nicht auf den „Gute Laune“-Fasnachtsschlager des Jahres 2026.
Noch vor der Krimi-Sitzung der Oberholzer, welche den Dieb der fünfzig Narresome suchten und fanden, konnte der Kommissar den Schlusspunkt setzen: „Jetzt ist der Krimi aus – Schnackt tot, aus die Maus. Ciao-Miau!“
Marcelino Rüth
Dieser neue Kinder-Nachwuchsorden des Narrenvereins Katzdorf Arlen wurde erdacht und erstellt von
Barbara Ditschler!
Arlen – Zunftmeister Uli Kaltenbrunner eröffnete im voll besetzten Gems-Saal den Ordensabend gleich mit einem Knaller: Das neueste Dekret von Donald Trump besagt, dass Rielasingen-Worblingen in Arlen umbenannt werde. Und mit der zweiten Nummer spielte sich der Narresome in die Herzen des Publikums. Unglaublich, in was man Hutkrempen alles verwandeln kann: vom „Bonanza“-Song als Cowboys bis zum „Wellerman“ als Piraten boten die Kinder ein absolut köstliches Verwandlungsspiel. Das Lied „Dschingis Khan“ interpretierte die sangesfreudige Frauengruppe in: „Arlen – schön und geheimnisvoll...“ und die darauffolgende KI–Schule erklärte zum Beispiel die Frage: „Was ist ein Rathaus? Ein Haus in dem geraten wird, wozu der Bürgermeister da ist!“ Schön war auch der Tanz im Dunkeln mit Knicklichtern. Nach der Pause wünschten sich vier Sängerinnen einen Cowboy als Mann – und bekamen sechs Cowgirls, flott getanzt von den Crazy Ladies aus Worblingen, geleitet von Charlotte Manko. Beim „Talk mit ReKitz“ wollte Silke Regitz den Oberholzer Markus Mayer interviewen, aber bei dem blieb die KI-Platte bei „Arlemer Intelligenz“ hängen, sodass er schließlich von seinen Kollegen entfernt werden musste. Ein unerklärlicher Zauber verwandelte drei Mägde in Oberholzer und umgekehrt, wobei diese sich im Körper des anderen Geschlechts überhaupt nicht wohl fühlten – worauf die junge Fee Maja Bruch sie zurückzaubern musste. Der Preis für sie war eine Katzen-Feenstatue auf dem Dorfplatz. Höhepunkt des Abends war die Büttenrede der Susanne Kalopek, die berichtete, wie sie in der eigenen Wohnung einen Narrenumzug gestaltet hatte, weil sie wegen ihres Hustens nicht mit dem Verein mit konnte. Außerordentlich witzig und gekonnt präsentiert! Zum Schluss des Abends sang der Arlener Narrenchor drei traditionelle Lieder. Ursula Knapp wurde für ihre „Deko-Säcke“ gelobt, die Katzdorfer Narrenfiguren zeigen und im Dorf aufgehängt wurden, und der ehemalige Zunftmeister Harald Liehner wurde zum neuen Ordensmeister ernannt.
2024 Schmotziger Dunschtig in Arlen!


Liebe Freunde der Arlener Fasnet,
falls sich jemand auf unseren Seiten entdeckt, aber nicht abgebildet werden möchte, kann sich gerne melden, wir werden das Bild natürlich umgehend löschen.
Mehr zum Thema, siehe Fußnote "Datenschutz" oder Sitemap "Datenschutz" !